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Michael Kamen

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Michael Kamen (* 15. April 1948 in New York; † 18. November 2003 in London) war ein US-amerikanischer Komponist, der insbesondere durch seine Filmmusik Bekanntheit erlangte, aber auch als Orchestrator, Arrangeur und Songwriter tätig war.

Biografie Bearbeiten

Kamen machte 1965 seinen Abschluss an der Highschool of Music & Art in New York und studierte danach Oboe an der Juilliard School.

1971 begann er mit der Komposition von Filmmusik (die er auch meist selbst dirigierte), darunter Kinoerfolge wie Stirb langsamJames Bond 007 – Lizenz zum Töten oder Robin Hood – König der Diebe. Aus Letzterem stammt das Lied (Everything I Do) I Do It for You, bei dem Kamen Mitautor war und das in der Interpretation von Bryan Adams ein weltweiter Erfolg wurde.

Kamens Interesse an der Verbindung von klassischer mit populärer Musik zeigt sich besonders bei der Arbeit für das Metallica-Album S&M. Für das 1999 mit dem San Francisco Symphony Orchestra aufgezeichnete Konzert schrieb Kamen die orchestralen Arrangements und dirigierte. Nach Aussage von Klaus Meine, Sänger der Scorpions, hatte Kamen zuvor mit ihnen ein vergleichbares Projekt geplant, das er aber zugunsten der Arbeit mit Metallica aufgab.[1] Er arbeitete jedoch auch schon vorher mit bekannten Musikern und Gruppen zusammen, wie zum Beispiel Pink Floyd, Aerosmith, David Gilmour, Roger Waters, Queen (Who Wants to Live Forever), Eric Clapton (Edge of Darkness24 Nights),Tom Petty, David Bowie, Eurythmics, Queensrÿche, Rush, Herbie Hancock, The Cranberries, Bryan Adams, Sting, Lenny Kravitz oder Kate Bush. Während der Arbeit an S&Mund bei der folgenden Welttournee galt Kamen laut Aussage von Metallica (in einer Dokumentation über S&M) offiziell als Mitglied der Band.

Eine seiner letzten Arbeiten war die Musik für den deutschen Animationsfilm Back to Gaya, die Kamen aufgrund seines plötzlichen Todes nicht vollenden konnte.

1996 wurde bei dem Komponisten die Diagnose Multiple Sklerose gestellt. Er starb 2003 an einem Herzinfarkt und hinterließ seine Ehefrau und zwei Kinder.

Filmografie Bearbeiten

  • 1976: Öl
  • 1983: Dead Zone – Der Attentäter
  • 1985: Brazil
  • 1986: Highlander – Es kann nur einen geben
  • 1987: Zwei stahlharte Profis
  • 1987: Suspect – Unter Verdacht
  • 1987: Der Mann im Hintergrund
  • 1988: Action Jackson
  • 1988: Stirb langsam
  • 1988: Die Abenteuer des Baron Münchhausen
  • 1989: Brennpunkt L.A.
  • 1989: Road House
  • 1989: Crusoe
  • 1989: James Bond 007 – Lizenz zum Töten
  • 1989: Dead Bang – Kurzer Prozess
  • 1990: Stirb langsam 2
  • 1991: Eric Clapton 24 Nights
  • 1991: Robin Hood – König der Diebe
  • 1991: Gib’s ihm, Chris!
  • 1991: Last Boy Scout – Das Ziel ist Überleben
  • 1991: Drei Wege in den Tod
  • 1991: Valkenvania – Die wunderbare Welt des Wahnsinns
  • 1991: Company Business
  • 1992: Brennpunkt L.A. – Die Profis sind zurück
  • 1992: Wie ein Licht in dunkler Nacht
  • 1993: Last Action Hero
  • 1993: Die drei Musketiere
  • 1993: Und ewig schleichen die Erben
  • 1995: Don Juan DeMarco
  • 1995: Circle of Friends – Im Kreis der Freunde
  • 1995: Stirb langsam: Jetzt erst recht
  • 1995: Mr. Holland’s Opus
  • 1996: 101 Dalmatiner
  • 1996: Jack
  • 1997: The Winter Guest
  • 1997: Die Abbotts – Wenn Haß die Liebe tötet
  • 1997: Event Horizon – Am Rande des Universums
  • 1998: Lethal Weapon 4
  • 1998: Hinter dem Horizont
  • 1999: Der Gigant aus dem All
  • 2000: X-Men (Film)
  • 2001: Band of Brothers – Wir waren wie Brüder
  • 2003: Open Range – Weites Land
  • 2004: Die Promoterin
  • 2004: Back to Gaya
  • 2004: Ein Date mit Hindernissen

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